Fleisch

Gegrilltes Fleisch einfrieren: darauf kommt es an

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Gegrillte, gewürzte Hähnchenbruststreifen in einer Metallschüssel

Kann man gegrilltes Fleisch einfrieren? Ja, das geht gut, wenn man ein paar Dinge beachtet. Nach einem Grillabend bleibt oft Fleisch übrig, und das muss nicht im Kühlschrank vergessen werden und irgendwann im Müll landen.

Entscheidend sind drei Punkte: die richtige Garstufe, schnelles Abkühlen und sauberes Verpacken. Wer die beachtet, hat ein paar Tage später eine feine Grundlage für die Brotzeit, das Pausenbrot oder einen Salat, ganz ohne neu zu kochen.

Bei mir bleibt nach einem Grillabend für Gäste fast immer etwas übrig. Früher ist das im Kühlschrank gelandet und irgendwann weggekommen. Heute friere ich die Reste gezielt ein und habe in den heißen Tagen danach kaltes Fleisch für die Brotzeit parat. Gerade säuerlich mariniertes Hähnchen schmeckt kalt hervorragend.

Marinade für Grillfleisch anrühren
Eine kräftige, gern säuerliche Marinade ist die Basis, gut gewürztes Fleisch übersteht das Einfrieren besser.

Schon die Marinade legt den Grundstein. Ein kräftig und gern etwas säuerlich mariniertes Fleisch übersteht das Einfrieren besser und schmeckt aufgetaut noch würzig. Im Sommer mag ich dafür Zitronen- oder Essigmarinaden besonders gern, weil die Säure dem Fleisch auch nach dem Auftauen gut tut.

Ja, aber es kommt auf ein paar Dinge an

Grundsätzlich lässt sich gegrilltes und gebratenes Fleisch problemlos einfrieren. Am besten gelingt es mit durchgegartem Fleisch, denn das hält im Tiefkühler zuverlässig und verliert beim Auftauen wenig von seiner Qualität.

Mit Sicherheit sind zwei bis drei Wochen kein Problem, besonders wenn das Fleisch gut durchgegart ist. Länger geht oft auch, doch ich plane lieber mit diesem Zeitraum, dann bleibt der Geschmack frisch und ich verliere nicht den Überblick im Tiefkühler.

Wichtig ist, von Anfang an sauber zu arbeiten. Frisches Fleisch, gut durchgegart, zügig abgekühlt und luftdicht verpackt, das sind die vier Punkte, auf die es ankommt. Sind sie erfüllt, steht einem kleinen Vorrat nichts im Weg.

Auf die richtige Garstufe achten

Die Garstufe entscheidet mit. Geflügel sollte immer vollständig durchgegart sein, ebenso Schweinefleisch wie Nacken oder Rücken. Durchgegart ist es sicher und lässt sich am besten einfrieren.

Mariniertes Hähnchenfleisch in der Pfanne gebraten
Durchgegartes Fleisch eignet sich am besten zum Einfrieren.

Bei Filet darf es etwas rosa sein, aber fast durch. Rindfleisch darf ruhig rosa bleiben. Grundsätzlich gilt: Je durchgegarter das Fleisch ist, desto besser hält es im Tiefkühler und desto weniger verliert es beim Auftauen.

Wer mariniertes Hähnchen grillt, findet die Grundlage in meinem Hähnchenfilet auf dem Grill. Für Schwein lohnt ein Blick auf meinen Schweinenacken, der sich gut durchgegart vorbereiten lässt.

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Das Fleisch schnell abkühlen lassen

Warmes Fleisch gehört nicht ins Eisfach. Es würde die Temperatur im Gefrierschrank anheben und nur langsam durchfrieren. Deshalb lasse ich das Fleisch immer zuerst abkühlen, bevor es eingefroren wird.

Am einfachsten lege ich es dafür offen auf einen Teller und stelle es in den Kühlschrank. Ist es abgekühlt, verpacke ich es und friere es ein. So steht es nicht zu lange bei Zimmertemperatur herum.

Zügiges Abkühlen ist der Punkt, den viele unterschätzen. Im Kühlschrank kühlt das Fleisch gleichmäßig und sicher herunter, und genau das ist die beste Vorbereitung fürs Einfrieren.

Erst vollständig erkalten lassen, dann verschließen

Hier liegt der wichtigste Punkt: Das Fleisch muss vor dem Verschließen vollständig erkaltet sein. Lauwarmes Fleisch darf man keinesfalls verpacken, denn im geschlossenen Beutel kann die Restwärme nicht entweichen. Es bildet sich Kondenswasser, und das Fleisch kann sauer werden. Erst wenn es ganz kalt ist, drücke ich die Luft heraus und verschließe den Beutel gut, dann entsteht auch kein Gefrierbrand.

Gegrilltes Fleisch im Gefrierbeutel vor dem Verschließen
Das Fleisch kommt in den Gefrierbeutel und wird erst verschlossen, wenn es vollständig erkaltet ist.

Wer das Fleisch ganz abgekühlt verpackt, wickelt es stramm ein und verschließt den Beutel gut. Vakuumieren ist die beste Methode, aber nicht zwingend nötig. Wichtig ist nur, dass möglichst wenig Luft im Beutel bleibt.

Vakuumieren immer erst nach dem vollständigen Erkalten. Dosen oder Gefrierbehälter würde ich eher vermeiden. Wer sie trotzdem nutzen will, wickelt das erkaltete Fleisch vorher in Frischhaltefolie, dann entsteht auch darin kein Gefrierbrand.

Richtig auftauen und kalt genießen

Aufgetaut wird am besten langsam. Ich stelle das Fleisch über Nacht in den Kühlschrank, dort taut es schonend auf und bleibt saftig. Auftauen bei Zimmertemperatur vermeide ich, im Kühlschrank ist es deutlich besser aufgehoben.

Aufgetautes gegrilltes Fleisch am nächsten Tag aufgeschnitten
Am nächsten Tag aufgeschnitten, kalt mit frischen Beigaben serviert.

Aufgeschnitten schmeckt das Fleisch am nächsten Tag kalt am besten, etwa zur Brotzeit oder als Belag fürs Pausenbrot. Auch in Wraps oder als Füllung für meine Sommerrollen macht es sich gut.

Einmal aufgetaut, sollte das Fleisch nicht wieder eingefroren werden. Ich taue deshalb nur so viel auf, wie ich tatsächlich brauche, und verbrauche es dann zeitnah.

Aufwärmen oder lieber kalt?

Ein zweites Erhitzen ist möglich, aber ich mache es selten. Gegrilltes Fleisch trocknet beim zweiten Erhitzen meistens zu stark aus und verliert dabei seine Saftigkeit, die es frisch vom Grill noch hatte.

Deshalb genieße ich aufgetautes Fleisch am liebsten kalt. Gebratenes und wieder aufgetautes Fleisch verliert ohnehin etwas an Frische, und kalt serviert fällt das am wenigsten ins Gewicht.

Diesen kleinen Frischeverlust gleiche ich mit frischen Beigaben aus. Salatblätter, Gurken und Tomaten passen gut dazu, und eine säuerliche Marinade darüber macht das Fleisch wieder lebendig, gerade im Sommer. Ideen dafür gibt es in meinen Grillmarinaden.

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